V - Harald Haeuser

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

V

Acryl auf Leinwand 145 cm x 105 cm

"Zwischen den Gemälden des Malers von den Anfängen bis heute verläuft eine Entwicklung, die bei aller malerischen Disziplin eine fast dramatische Farbtransparenz herbeiführt. Häuser beschäftigt sich zunächst mit den schichtweise gegliederten Räumen und beginnt diese durch Farbdifferenzierungen zu verbinden. Es ließen sich Werkabschnitte in dem Schaffen kennzeichnen, jedoch überwiegt die Einheit der Farbkonzentrationen, die zunächst noch in den beginnenden 80er Jahren mit kalligraphischen Kürzeln versehen, sich weiterhin selbständig machen.wesentliches Anliegen des Malers ist die Wucht des Eigenwertes der Farbe und die atmosphärische Tiefe des Allraumes, die er autonom wie uneingeschränkt betreibt. Der Maler entdeckt für sich Pläne und Räume, die gleichsam unbetretbar und mit zeichenhaft wirkenden Farbflächen angefüllt sind. Das Leuchtlicht wirkt überraschend gegenwärtig und wird im Laufe der Entwicklung noch gesteigert. Die Farbharmonien werden wärmer, die Abstufungen feiner. Häuser hat mit diesen Raumfarben eine Botschaft zu verkünden: die Macht des Dunklen durch die glühende Farbe zu überwinden. Damit wäre er ein Schilderer der Situation unserer Zeit. Die Wirklichkeit wird nur geahnt und die Leuchtkraft der Farbe wird zum alleinigen Zeichen.
Bei der Verminderung der Formensprache ist es jeweils die erregende Zusammenführung der großen Flächenfarben, die Ausdruck der 90er Jahre werden wird. Die vorausahnende Farbigkeit und der aggressive Vorstoß wird immer begleitet von abschätzendem Verharren und dem grenzenlosen Raum, den er durch Schichten und Farbdünste erzeugt, - es ist das individuelle Instrument einer messbaren Einheit, die in der Planung zu einer verstärkten Spannung führt. Durch die Macht, Farbspannungen zu erzeugen, gelingt Häuser in seinen Bildflächen eine Zusammenballung von explosiver Gewalt. Die Verdichtung der Farbmaterie im Laufe der 80er Jahre führt zur kontemplativen Schnellschrift mit breitem Pinsel. Dadurch wird die Vereinzelung der Komposition gemildert und zyklenhaft verbinden sich die einzelnen Gemälde zu einem Gesamtablauf.
Den Weg zum Phänomenalen hat Häuser beibehalten, es ist jene hohe Gangart, die zur Steigerung der Sinneseindrücke führt, ein kosmisches Umfeld, das die Verklärung der Weltlandschaft übernimmt und in andere Regionen lenkt."

Prof. Dr. Siegfried Wichmann, Direktor des Bayerischen Nationalmuseums München, a.D. - 1989







--------------------------------------------------------------------------------
haraldhaeuser@aol.com

--------------------------------------------------------------------------------
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü